Fuzhou (Fúzhōu Shì), kurz „Rong“, ist die Hauptstadt der Provinz Fujian. Die Stadt ist bekannt als „Rongcheng“ (Stadt der Banyanbäume), da sie reich an Banyanbäumen ist, die die Stadt mit ihrem grünen Schatten bedecken. Als eine der nationalen historischen und kulturellen Städte Chinas vereint Fuzhou eine über zweitausendjährige reiche Geschichte mit dem urbanen Geist von „Offenheit für alle Flüsse, Größe durch Toleranz“. Dies hat zu einem einzigartigen, sanften, inklusiven und zurückhaltenden Charakter geführt.
Fuzhou liegt an der südöstlichen Küste Chinas, im Mündungsbecken des Minjiang-Flusses, umgeben von Bergen und mit Blick auf das Ostchinesische Meer. Hier herrscht ein typisches subtropisches Monsunklima, das das ganze Jahr über warm und feucht ist und reichlich Niederschläge mit sich bringt. Dies ermöglicht es den alten Banyanbäumen, hier tief zu wurzeln und prächtig zu gedeihen. Die einzigartige Konstellation von „drei Bergen, zwei Pagoden und einem Fluss“ (Pingshan, Wushan, Yushan, Weiße Pagode, Schwarze Pagode, Minjiang-Fluss) bildet das Grundgerüst der Altstadt von Fuzhou und schafft eine einzigartige Landschaft, in der Berge in der Stadt, die Stadt in den Bergen und der Fluss durch die Stadt fließen.
Der Charme von Fuzhou liegt tief verborgen in den altertümlichen Gassen und Höfen. Das herausragendste Beispiel ist zweifellos „Sanfang Qixiang“ (Drei Gassen und Sieben Alleen), der größte und am besten erhaltene Komplex alter Gebäude aus der Ming- und Qing-Dynastie in China. Er wird als „lebendes Fossil des chinesischen Stadtviertelsystems“ und „Museum der Ming- und Qing-Architektur“ bezeichnet. Ein Spaziergang durch die weißen Mauern, grauen Ziegel, die Satteldach-Feuerwände und die kunstvollen Gärten erzählt stumm von den Höhen und Tiefen berühmter Familien und der Weitergabe kultureller Traditionen über Jahrhunderte hinweg.
Die Kultur von Fuzhou ist, ähnlich dem lokalen Gericht „Buddha Jumps Over the Wall“, scheinbar unauffällig, aber tatsächlich reich an Inhalt und die Wiege der „Min-Küche“. Die Küche legt Wert auf Frische und Milde, besonders bei Suppen. Eine authentische Schüssel „Fischbällchen“ oder „Rouyan“ birgt die gesamte Erinnerung der Menschen von Fuzhou an den Geschmack ihrer Heimat. Darüber hinaus ist Fuzhou als „Stadt der heißen Quellen“ bekannt. Die natürlichen heißen Quellen, die in der ganzen Stadt zu finden sind, sind für die Einheimischen ein täglicher Genuss, um Feuchtigkeit zu vertreiben und Körper und Geist zu entspannen, und bilden einen wichtigen Bestandteil ihres entspannten Lebensstils.
Als wichtiger Knotenpunkt der „Maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts“ und eine der zentralen Städte der Wirtschaftsregion an der Westküste der Taiwanstraße nutzt Fuzhou seine einzigartige geografische Lage und seine Vorteile als Heimat vieler Überseechinesen, um sich aktiv zu entwickeln. Von den Überresten der modernen Industrie der Mawei-Schiffswerft bis zum heutigen Aufschwung des „Digitalen Fuzhou“ findet diese alte Banyanstadt einen einzigartigen Entwicklungspfad, der alte Gassenstrukturen und moderne Wellen miteinander verbindet und so ein gemeinsames Gedeihen von Alt und Neu ermöglicht.